Gendoping

Beat Glogger hat für Antidoping Schweiz eine Aufklärungsbroschüre verfasst, die online bestellt werden kann, sowie ausführliche Sachinformation inklusive wissenschaftlichen Quellenangaben zusammengestellt. www.antidoping.ch/de/prevention/prohibited_methods/gene_doping/

Bei Gendoping handelt es sich im Prinzip um missbräuchlich angewandte Gentherapie. Noch bevor diese medizinische Methode medizinischer Alltag ist, gibt es bereits Athleten, die gewillt sind, im Kampf um Gold und Ruhm bis ans äusserste zu gehen. Darüber sind sich die internationalen Sportbehörden und -Verbände im Klaren. Im Jahre 2002 fand die erste Gendoping-Konferenz der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA statt. Die Fachleute waren sich einig: das Einschleusen von Erbsubstanz (DNA) zur Leistungssteigerung ist eine reale Möglichkeit. «Ob die Gentherapie im Sport schon eingesetzt wird, weiss niemand», sagt Theodore Friedman, Mitglied der Gesundheits- und Medizin-Forschungskommission der WADA. «Aber wir rechnen damit, dass es in nächster Zukunft Realität wird.» Noch präzisere Prognosen wagt Andy Miah, Professor an der University of Paisley, in Schottland und Autor des ersten Buches zum Thema (Genetically Modified Athletes, 2004): «Bis zu den Olympischen Spielen 2008 werden wir die ersten Fälle von Gendoping sehen.» In Zukunft werden die Athleten nicht mehr auf die Zufuhr unerlaubter Substanzen angewiesen sein. Sie werden diese dank Gendoping in ihrem Körper selbst produzieren.

 

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