Genetische Veranlagung

Die Wissenschaft entschlüsselt aber auch immer mehr das genetische Geheimnis, das aus einem Menschen einen Athleten macht. Kathryn North am Kinderspital Westmead in Sydney entdeckte, dass das so genannte ACTN3 R Allel häufiger bei Sprintern vorkommt, wogegen das X Allel mehr bei Ausdauerathleten zu finden ist. Das ACTN3-Gen könnte erklären, warum es Menschen gibt, die mehr helle Muskelfasern («fast-twitch») haben, welche zu schnellen Kontraktionen fähig sind, und andere über mehr dunkle Fasern («slow-twitch») verfügen, die zu Dauerleistungen geeignet sind. Diese Erkenntnis könnte helfen, in sehr frühem Kindesalter Sprinter und Langstreckenläufer zu selektionieren. Nie wird man mit der Verabreichung des Gens aus einem beliebigen Menschen einen Athleten machen können. Aber dank ACTN könnte aus einem Sprinter ein Supersprinter beziehungsweise aus einem Langstreckenläufer ein unschlagbarer Marathon-Mann werden. Auch das ist keine Science-Fiction. Im Salk Institute im Kalifornischen La Jolla dreht die genmanipulierte Marathon-Maus bereits ihre Runden. Wobei diese Maus nicht einmal bei spezifischen Muskelforschungen entdeckt worden ist. Auf der Suche nach einer Therapie gegen Fettleibigkeit hat das Team um Professor Ronald Evans einen Molekularen Schalter entdeckt, der als Nebeneffekt die Anzahl der Ausdauerfaser in den Muskeln dramatisch erhöht. Die Maus rennt ohne Training doppelt so weit wie normale Mäuse.

 

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